Vorgeschichte

In der Eurythmie bilden die Bewegungen des menschlichen Ätherleibes, seine lebendige Energie, die Grundlage für die Bewegungen des physischen Leibes. Da der Ätherkörper grösser ist als der physische Leib, müssten Wirkungen der spezifischen ätherischen Kräfteströmungen, wie sie durch eurythmische Lautgestalten im Ätherleib induziert werden, auch ausserhalb des physischen Leibes nachweisbar sein.
Wie kam es zur Idee, Pflanzen eurythmisch zu behandeln? Tanja Baumgartner praktiziert seit 1987 eurythmisch-therapeutischen Einzelunterricht. Für die behandelten Personen bestand kein Zweifel, dass die eurythmischen Lautbewegungen wohltuende Verwandlungen an Leib und Seele auslösen. Aus der intensiven Arbeit mit den eurythmischen Lautkräften entstand das Bedürfnis, die Ätherwirkungen in die sinnliche Erfahrbarkeit zu führen. Tanja Baumgartner entschied sich, Versuche an Pflanzen durchzuführen. Die ersten Versuche wurden im Sommer 2002 an Glyziniensamen umgesetzt.
Nach ersten Erfahrungen und Austauschgesprächen mit dem Physiker Stephan Baumgartner, der an der Universität Bern seit vielen Jahren mit Kressekeimlingen als „Indikatororganismen“ für feinstoffliche Wirkungen arbeitet, wurde eine Zusammenarbeit begonnen. In den entsprechenden Experimenten reagierten die mit den eurythmischen Lauten B (Erde) und L (Wasser) behandelten Kressepflanzen wie erwartet mit einer Hemmung bzw. Streckung gegenläufig im Wachstum.
Die Resultate dieses Vorprojektes waren Anlass, ein dreijähriges Forschungsprojekt über die Wirksamkeiten eurythmischer Lautgesten an der KIKOM (Kollegiale Instanz für Komplementärmedizin) der Universität Bern durchzuführen.