Frage 1:

Handelt es sich bei der Modulation von Morphologie und Physiologie von Pflanzen durch Eurythmie nicht um eine Art von Magie?

Falls man im allgemeinen unter Magie die geistige (das heisst hier: nicht-physische) Begleitung/Gestaltung/Modulation von organisch-pflanzlichen Prozessen versteht, im selben Sinne wie jede (insbesondere freie) menschliche Handlung eine Gestaltung eines (auch) organischen Prozesses im menschlichen Organismus ist, handelt es sich tatsächlich um Magie. Entscheidend ist dabei die sich durch eine (freie) Zielbildung manifestierende Intention: Sie strebt nicht in erster Linie nach persönlichen Vorteilen (ökonomisch, sozial, etc.), sondern sucht nach einer Harmonie zwischen menschlichen Zielsetzungen und bearbeiteten Pflanzen, in der beide ihrem jeweiligen Wesen gemäss berücksichtigt werden. Das lässt sich durchaus mit ökonomischen Gesichtspunkten verbinden, solange diese nicht im Vordergrund aller Aktivitäten stehen. Man kann in Frage stellen, ob es im konkreten Falle wirklich gelingt, sich von gruppenegoistischen Motiven oder dem Streben nach persönlichen Privilegien zu befreien, aber nicht, ob das prinzipiell möglich ist. Es gehört jedenfalls zur Basisarbeit des Institut ArteNova, sich über die eigenen Zielsetzungen und deren Konsequenzen Klarheit zu verschaffen.

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