Frage 4:

Werden nicht durch die beanspruchte Beeinflussung eines physischen Organismus auf nichtphysische Weise die Gesetze der Physik verletzt?


Aufgrund individuell nachvollziehbarer Erfahrungen überphysischer Phänomene am Menschen (zumindest im Denken) kann man von der Realität einer überphysischen Welt ausgehen. Als Arbeitshypothese wird ein einfaches integratives Modell vorgeschlagen, das die meisten der genannten Schwierigkeiten und Einseitigkeiten überwindet und einen angemessenen Rahmen für eine Untersuchung des Zusammenwirkens physischer und überphysischer Kräftesysteme erlaubt.
Beim integrativen Modell geht man davon aus, dass physische und überphysische Kräftekonfigurationen von vornherein in eine höhere Einheit integriert sind derart, dass im Normalfall weder die überphysische noch die physische Kräftewelt in einer reinen (voneinander unabhängigen) Form vorliegen, so muss es nicht zu einer gegenseitigen lokalen und/oder temporären Bekämpfung oder Neutralisierung physischer bzw. überphysischer Kräfte kommen.
Vom integrativen Modell aus handelt es sich um eine von vornherein existierende Einheit von Mensch und Natur (insbesondere die einzelne Versuchspflanze und die dazugehörige Pflanzenart), welche durch die gerichtete Aufmerksamkeit des Menschen (hier der eurythmisierenden Experimentatorin) in einem ersten Schritt differenziert oder fokussiert wird. In einem zweiten Schritt spezifiziert die Experimentatorin (hier die Eurythmistin) tatkräftig, gegenwärtig und bewusst ihr Verhältnis zur Versuchspflanze durch die Einbettung der Pflanze in bestimmte eurythmische Gesten.

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